+++ Gastkommentar von Helmut Schmitz, 16.04.2018 +++

 

BTV gewinnt hart umkämpftes Auswärtsspiel durch grandiose Abwehrleistung OL-Aufstieg und Verbandsligameisterschaft nach teilweise desolater Angriffsleistung in Merkstein.

Wer das entscheidende Auswärtsspiel im Kampf um den Oberligaaufstieg mit 16:22 gewinnt, hat eigentlich alles richtig gemacht. Es ist ein Zeichen der Stärke und nicht der Schwäche, wenn eine Mannschaft, der in der 1. Halbzeit im Angriff fast nichts gelingt, mit sechs Toren Unterschied bei einem heimstarken Gegner gewinnt und dies obwohl:

 

 

• sich routinierte Spieler von der anfänglichen Hektik anstecken lassen und überhastet den Torabschluss suchen

• andere Rückraumspieler zu Beginn zu lange mit dem Spielball hadern

• und üblicherweise sichere Torjäger wiederholt die falsche Wurfentscheidung treffen oder erst gar nicht den Weg in oder über die gegnerische Abwehr suchen

• einige Spieler sich ungewohnt viele technische Fehler leisten und

• die langen Pässe des Torwarts wiederholt in den Armen des Gegners landen

 

In der Tat, gegen eine von Jozo Petrovic sehr gut eingestellte Heimmannschaft, tat sich die Erste am Samstagabend in Merkstein richtig schwer. Nach einem Rückstand von bis zu fünf Toren (9:4) konnte die Lietz-Truppe erst gegen Ende der 1. Spielhälfte durch mehrere Treffer von Jakob Ernst zum Halbzeitstand von 11:9 verkürzen. Garant für diesen nur knappen Rückstand war die bereits jetzt sehr gut agierende Abwehr vor einem starken TW Höschen. Parallelen zum Hinspiel wurden mehr als deutlich, als Mitte der 2. Halbzeit, in der TW und BTV-Abwehr insgesamt nur 5 (in Worten: fünf) gegnerische Treffer zuließen, den Merksteinern die Luft ausging und der Birkesdorfer Angriff nun effektiver abschloss. Wie wichtig trotz all dem jugendlichen Elan und Tempo auch Routine ist, zeigte wieder einmal Uli Holtmeier, der wie gewohnt eiskalt vom Siebenmeterpunkt abschloss und in der Endphase den starken gegnerischen Torwart bei seinen beiden Distanzwürfen „ausguckte“ und sicher verwandelte.

Völlig verdient gewann eine in der Breite deutlich besser besetzte Gastmannschaft nicht nur das Spiel, sondern auch bereits vier Spieltage vor Saisonende die Verbandsligameisterschaft und feierte noch in der Halle mit den zahlreich angereisten Fans. Beim „Diver“ in Richtung Tribüne, wo sich die BTV-Fans versammelt hatten, waren Rolf Klees und TW-Trainer Föx Petry die Ersten und verdienten sich dabei tolle Haltungsnoten.

 

Am kommenden Samstag, 19:45 h, steht das Heimspiel gegen die SG Olheim-Straßfeld auf dem Programm. Ich bin sicher, dass die Mannschaft, auch wenn sie das letzte Wochenende durchgefeiert hat, vor dem eigenen Publikum den gewohnten Tempohandball zeigt und ihre Zuschauer begeistern will.

Lasst uns gemeinsam den Oberligaaufsteigern einen tollen Empfang bereiten!

 

Mit sportlichen Grüßen

Helmut Schmitz (der nie mit einer BTV-Herrenmannschaft in die Oberliga aufsteigen konnte)

 


+++ Gastkommentar von Helmut Schmitz, 26.03.2018+++

 

Tabellenzweiter VFL Bardenberg ist chancenlos in der Festhalle   Von eiskalten Siebenmeterschützen mit neuer Frisur, einem akribischen TW-Trainer und dem BTV- Handball-Weisen

 

Ein wahres Handballfest erlebten die über 400 Zuschauer, die am Samstagabend den Weg in die Festhalle zum Spitzenspiel zwischen unserer 1. Herren und dem Verfolger VFL Bardenberg gefunden hatten. Nach einer anfänglich ausgeglichenen Begegnung mit nervösem Start, kam die junge Mannschaft von Boris Lietz zu einem hoch verdienten und ungefährdeten 34:23-Erfolg(!) gegen den hartnäckigsten Verfolger aus Bardenberg. Ähnlich, wie schon bei 31:23 Heimerfolg gegen den TV Rheinbach 2 vor ein paar Wochen,demonstrierte das BTV-Team dabei seine Stärke undmannschaftliche Geschlossenheit und überrollte den Gast aus Bardenberg trotz heftiger Gegenwehr förmlich.„Das war keine Laufkundschaft, sondern ein Mitaufstiegsaspirant“, so der Tenor beim begeisterten Publikum nach dem Spiel.

Derzeit führt der BTV die Verbandsligatabelle mit 39:3-Punkten vor dem TK Nippes als Tabellenzweiter mit acht und dem VFL Bardenberg mit als Dritter mit 9 Punkten Vorsprung an, so dass bei noch 5 ausstehenden Begegnungen ein Sieg im nächsten Spiel reicht, um den langersehnten Aufstieg in die Oberliga perfekt zu machen.

Dass dieses Spiel an dem Wochenende nach den Osterferien ausgerechnet in Merkstein bei unserem Ex-Trainer Jozo Petrovic, der an der tollen Entwicklung vieler BTV-Akteure maßgeblichen Anteil hat, stattfindet, macht die Begegnung noch interessanter.

 

Anwurf ist hier am Samstag,14.04.2018/20:00 h in Merkstein

 

Bis dahin gönnen wir der Ersten, die mit insgesamt 639 geworfenen Toren, ihre Angriffsstärke in der Liga regelmäßig unter Beweis stellt, ein wenig Ruhe. Wie wichtig aber auch eine sehr gut organisierte Deckung, ein funktionierendes Zusammenspiel Torwart-Abwehr und ein starker Rückhalt zwischen den Pfosten ist, zeigte die Begegnung gegen Bardenberg. „Nicht der Angriff hat heute gewonnen, sondern die Deckung und der starke Torwart“, erklärt BTV-Handball-Weise Rolf Klees nach der Begegnung. Dem will und mag ich nicht wiedersprechen. Vorbei scheinen die „wilden Jahre“ zu sein, in denen BTV-Mannschaften immer im Hau-Ruck-Stil nach vorne spielten, dabei aber häufig ihre Abwehraufgaben vernachlässigten. Die „nur 480 Gegentreffer“ zählen zum Besten, was die Liga zu bieten hat. Ein Grund dafür dürfte auch die tolle Arbeit von Michael Petry mit den beiden Torhütern sein. Wer Föx beim Spiel auf der Bank beobachtet, sieht, wie der ehemalige Regionalliga-Torwart mit seinen beiden Jungens mitleidet (falls ein Ball unglücklich den Weg ins Tor findet), sich mit ihnen über gelungene Paraden und gut eingeleitete Konter freut. Dahinter steckt viel harte Arbeit und auch einige Sonderschichten. Dass Föx nie zufrieden ist, belegt sein Kommentar zu einem schlecht geworfenen Abwurf zum TG durch den ansonsten sehr stark aufspielenden TW Höschen. „Wir haben doch extra Sonderschichten auf dem Training eingelegt, um schnelle Gegenstöße durch die Torhüter einzuleiten“. 

Ein Glück, dass die Mannschaft von Boris Lietz derzeit keine anderen Probleme hat. Gerade bei den Youngstern in der Mannschaft, wie z.B. Tobias Botz, Aaron Ernst und Leonhardt Bachler, sieht man die tolle Entwicklung, die jeder einzelne Spieler im Laufe der Saison genommen hat. Aber auch Reife und Erfahrung sind wichtig. Eiskalt verwandelte Ulli Holtmeier im Spitzenspiel alle Siebenmeter, und dies mit neuer Frisur, wie meine aufmerksame Frau feststellte.

Das Thekenteam war am Samstag wieder mal top und selbst dem riesigen Ansturm während der Pause und nach dem Spiel gewachsen. Tom Sommer und seine Abteilung „Öffentlichkeit“ scheinen auch bereits schon jetzt oberligareif zu sein.

Die Mannschaft muss nur noch nachziehen.

 

Mit sportlichen Grüßen

 

Helmut Schmitz, ehemaliger Kapitän der Ersten Herrenmannschaft des BTV 1992 in der Verbandsliga und Jugend- und Seniorinnentrainer beim BTV .


+++ Gastkommentar von Helmut Schmitz, 20.03.2018+++

 

 

 

„Es macht Spaß, dieser Mannschaft zuzuschauen.“

 

1. Herren und die gesamte Handballabteilung marschieren Richtung Oberliga

 

Nach dem deutlichen und souveränen Heimsieg gegen Rheinbach, einer gestandenen Truppe aus dem oberen Tabellendrittel der Verbandsliga, war auf der Tribüne die vorherrschende Meinung, dass es derzeit wahnsinnig Spaß macht, der 1. Herrenmannschaft bei der Ausübung ihres Sports zuzuschauen.

 

Nicht nur das treue und zahlreich erschienene Stammpublikum, sondern auch viele neue Gäste waren sich da einig. Ein zusätzliches Zeichen dafür, dass sich in der Birkesdorfer Festhalle bald etwas Bedeutsames für den Dürener Handball tun wird, ist das Erscheinen vieler „Event-Gäste“, die an der hervorragenden Stimmung und dem sich nahenden Aufstieg in die Oberliga teilhaben wollen.

 

Um dieses Ziel einzutüten, sind aber jetzt die nächsten Schritte, am besten am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen den Tabellenzweiten und hartnäckigsten Verfolger aus Bardenberg, erforderlich. Hier kann die Mannschaft um Jakob Ernst zeigen, dass sie im Laufe der Saison gereift ist und völlig zurecht unangefochten die Verbandsligatabelle anführt.

 

Wer das Hinspiel in Bardenberg noch vor Augen hat, erinnert sich daran, dass das Team von Boris Lietz dort einen hohen Vorsprung verspielte, da man sich in der zweite Hälfte aus dem Rhythmus bringen ließ und letztlich mit einem glücklichen Remis nach Hause fahren musste.

 

Seit diesem Spiel, soweit meine Beobachtungen, hat sich nicht nur jeder einzelne Spieler individuell weiterentwickelt, sondern die gesamte Mannschaft spielt phasenweise wie aus einem Guss. Diese Weiterentwicklung lässt sich u.a. gut am immer besseren Zusammenspiel Rückraum und Kreisläufer ausmachen. Insgesamt ist es der Mix an unterschiedlichen Spielertypen, die das BTV-Team so stark und unberechenbar macht. Sehr schnelle und treffsichere Außen, unterschiedliche Spieler- und Werfertypen im Rückraum, durchsetzungsfähige Kreisläufer, Kämpfernaturen, gute und entwicklungsfähige Torhüter und ganz wichtig, einen extrem treffsicheren Siebenmeterschützen. Wesentlicher Garant für den derzeitigen Tabellenplatz erscheint mir aber die mittlerweile gut funktionierende und variabel spielende Deckung zu sein, die jedem Gegner das Tore werfen schwer macht.

 

Letztlich bleibt festzuhalten, dass sich der äußerst knapp verpasste Aufstieg im letzten Jahr als ein Glücksfall für den BTV erwiesen hat. In dem weiteren Jahr in der Verbandsliga konnte Boris Lietz zusammen mit seinem Co.-Trainer und TW-Trainer Föx Petry die Mannschaft in Ruhe weiterentwickeln. Den verdienten Lohn werden sie dafür in Kürze ernten.

 

Aber nicht nur die Mannschaft, sondern auch die gesamte Abteilung und das auch Umfeld ist reif für den Aufstieg. Marco Kreutz hat in schwieriger Situation die Abteilung übernommen und mit seinem Vorstandsteam nahtlos an die Arbeit von H.P. Pelzer weitergeführt. Die interne und externe Außendarstellung, hier hat Tom Sommer ein Riesenkompliment verdient, ist erstklassig. Viele Mitglieder engagieren sich im Thekenbereich (funktioniert hervorragend), als Ordner oder sonstige Helfer.

 

Fazit: Mannschaft und Verein sind reif für den nächsten Schritt. Begleiten wir sie dabei.

 

Mit sportlichen Grüßen

 

Helmut Schmitz

 

ehemaliger Kapitän der Ersten Herrenmannschaft des BTV 1992 in der Verbandsliga und Jugend- und Seniorinnentrainer beim BTV .